Game-Szenario: Tempel & Folterkellter

Game-Szenario: Tempel & Folterkellter

Eine Arbeit von Shawn Kassian hatte das Team von Der-Rieger stark beeindruckt und inspiriert. Kassian erstellte ein mittelalterliches Gewölbe mit der 3D Software Maja. Leider stand die Arbeit nicht zum Verkauf, da wir dringend eine Szene für eine Mittelalterband gesucht hatten. Aber genau diese Umgebung war passend für den zu produzierenden Song.

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Also mußten wir uns selbst hinter das Reißbrett setzen und eine ähnliche Szene nachbauen. Nachbauen finde ich persönlich gar nicht so schlecht, da man seine eigenen Gedanken in das Projekt einfließen lassen kann. Und man muß sich Gedanken machen, wie das Eine oder Andere Objekt erstellt werden muß, um eine ähnliche Reaktion zu erzeugen, wie das Projekt von Kassian z.B. vorgibt. Dabei entsteht so nach und nach eine komplett neue Szene durch eigenes Gedankenspiel.
Ein großes Problem war für mich die Umsetzung des sichtbaren Lichtes, weil gleich vier verschiedene sichtbare Farblichter in die Komposition eingebunden werden mußten. Dabei mußte die Helligkeit, Intensität und auch der Bereich des sichtbaren Lichtes so eingestellt werden, dass eine nahezu fotorealistische Darstellung des Gesamtlichts und der Gesamtszene erreicht wird. Unzähliche Proberenderings waren die Folge.
Jetzt, wo das ganze Interieur auf- und eingebaut wurde, kann man (also ich!) sich an die Gestaltung des Außengeländes machen. Für das Musikvideo nicht unbedingt von Nöten, aber für unseren späteren Fantasyfilm unabdingbar.

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An diese Stelle wird sich der eine oder andere fragen, wie das 3D und die Mittelalterband zusammen kommen. Eins vorweg - einfach ist es nicht. Man muss zum einen die Perspektive im Auge haben. Dann ist auf exakte Lichtrichtung zu achten. Wo steht die Sonne, wie werden Schatten geworden. In der 3D Animation kann man einiges korrigieren. Im Film muss man mehr beachten und einstellen.

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Die Mittelalterband wird vor einer grünen Wand aufgenommen. Da wird vorausgesetzt, dass die Lichtverhältnisse und Lichtrichtung schon Beachtung fanden. 
Warum grüne Wand? Nun, im Film ist es die einfachste Möglichkeit, die Farbe Grün durch den 3D Hintergrund auszutauschen. Man spricht von Green-Screen Keying Effekt. Es ist aber auch noch üblich, in großen Filmprojekten mit dem Blue-Screen Verfahren zu filmen.

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Green-Screen und Blue-Screen sind zwei Varianten des sogenannten Chroma-Key-Verfahrens. Dabei wird ein einfarbiger Hintergrund digital entfernt und durch ein anderes Bild ersetzt. Beide Methoden funktionieren nach demselben Prinzip – der Unterschied liegt vor allem in technischen und praktischen Überlegungen.

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Heute wird überwiegend Green Screen verwendet, weil moderne Digitalkameras Grün besonders empfindlich erfassen. Bildsensoren besitzen mehr grüne Pixel als rote oder blaue, wodurch das Signal detailreicher und rauschärmer ist. Das erleichtert das saubere Freistellen von Personen und Objekten erheblich. Deshalb ist Grün in aktuellen Film-, TV- und Streamingproduktionen zum Standard geworden.

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Blue Screen stammt aus der analogen Filmära und wurde unter anderem bei frühen Effektproduktionen wie Star Wars eingesetzt. Blau eignet sich vor allem dann besser, wenn grüne Kleidung, Pflanzen oder Requisiten im Bild vorkommen oder wenn in dunkleren Szenen weniger Lichtreflexion gewünscht ist.

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